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Bericht des Jugendleiters zur Jahreshauptversammlung 2013

Der TTSV unternimmt in den letzten Jahren große Anstrengungen in der Jugendarbeit. Über die Zeit hat sich wieder ein relativ stabiles System gebildet. Viele Trainer, viele Jugendliche, mehrere Trainingstermine pro Woche und einige Erfolge in den Jahren seit 2007 belegen das eindrucksvoll.

Dass es jedoch keinen Grund gibt, sich zufrieden zurück zu lehnen, sondern immer neue Anstrengungen notwendig sind, belegt diese Saison. Zwar gilt das oben Gesagte auch hier. Man erkennt aber, dass weder eine volle Halle noch regelmäßige und immer größere Erfolge keine Selbstverständlichkeit sind.

Zur Quantität:

Tendenziell ist das Training am Dienstag und Mittwoch gut besucht. Einige Jugendliche sind jedoch weniger motiviert bzw. trainingsbereit und leisteten sich öfter auch zu Punktspiel- und Turnierterminen Auszeiten. Die Spielführer und Betreuer hatten oft großen Aufwand bei der Organisation der Termine. So startete der TTSV z.B. mit 17 Teilnehmern bei der Bezirksrangliste, beim letzten Durchgang im Mai war dann nur noch knapp die Hälfte bereit, den Sonntag „zu opfern“. Schade dabei, dass einigen Jugendlichen nicht bewusst zu sein scheint, dass Betreuer und Fahrer ebenfalls viel Zeit „opfern“ müssen.

Sehr positiv verläuft die Entwicklung im Anfängerbereich. Das hauptsächlich von Markus Greinwald durchgeführte und von Joachim Kleinstück beaufsichtigte Anfängertraining am Donnerstag wird mittlerweile regelmäßig von bis zu 12 Kindern besucht. Hier können einige schon bald zu den Größeren wechseln und diese werden auch in der nächsten Saison schon in Mannschaften gemeldet.

Zur Qualität:

Erfolg ist manchmal eine Frage der Definition. In den letzten Jahren hatte der TTSV einige Meisterschaften, wohingegen in diesem Jahr nur vorletzte und letzte Plätze heraussprangen. Dass diese jedoch in höheren Klassen zustandekamen, übersieht man angesichts so mancher Niederlage gern.

Immerhin spielte die erste Jugend in diesem Jahr in der höchsten südbadischen Liga, der Verbandsliga. Und wenn hier auch erst am letzten Spieltag der erste Punkt geholt werden konnte, so war dieser Punkt nicht nur über die gesamte Saison hart erarbeitet worden, sondern auch der erste Punkt überhaupt, den eine Kenzinger Jugendmannschaft auf diesem Niveau je erkämpft hatte. Kein Grund überschwänglich zu werden, jedoch auf jeden Fall bemerkenswert. Außerdem kann dieser Last-Minute-Punkt als Bestätigung für die Konkurrenzfähigkeit der Mannschaft mit in die nächste Saison genommen werden. Die Jungs werden in der kommenden Saison in derselben Klasse starten und sicherlich eine gewichtigere Rolle als in der zurückliegenden Saison spielen.

Die zweite Jugend startete in der Bezirksliga. Angesichts der oben genannten personellen Defizite sprang hier ebenfalls „nur“ der letzte Tabellenplatz heraus. Positiv hervorzuheben ist das unermüdliche Bemühen von Stefan Krumm als Spielführer jeweils eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammen zu bekommen sowie seine persönliche Leistung. Mit 23:12 weist er immerhin die siebtbeste Bilanz in der Liga auf und unterstreicht damit, dass er eigentlich zur ersten Jugend gehört.

Ähnliches gibt es von den Schülern zu berichten. Auch hier gibt es mit Johannes Scheidel einen verantwortungsvollen Spielführer, der sich immer um die Spielfähigkeit der Mannschaft bemühte. Auch er erreichte die siebtbeste Bilanz der Liga und er trug wesentlich dazu bei, dass die Mannschaft immerhin einen 8. Rang erspielte.

Die Einzelergebnisse derjenigen Kenzinger, die an allen 3 Wettbewerben der Bezirksrangliste teilnahmen, sind durchweg als stark einzustufen. Stellvertretend sei hier erwähnt, dass Tim und Sven Pflieger ihre Jugendkarriere unter den 10 besten ihres Alters im Bezirk beendet haben.

Die erste Jugend ist aktuell noch aussichtsreich im Pokalwettbewerb unterwegs.

Am 04.05.2013 fanden die diesjährigen Vereinsmeisterschaften statt. Die Beteiligung der etablierten Jugend war leider sehr schlecht. In einem 5er-Feld setzte sich Tim Pflieger vor seinem Bruder Sven durch. Die weiteren Plätze belegten in der Reihenfolge: Markus Greinwald, Stefan Krumm und Johannes Scheidel.

12 „neue“ Jugendliche spielten in zwei weiteren Wettbewerben ihre Vereinsmeister aus. Bei den Schülern gewann Leonard Fischbach vor Luca Rissler. Den Mini-Wettbewerb gewann Yannik Gulat.

Fazit:

Meine Kritik erfolgt – verglichen mit der Situation von vor 2007 und vor allem mit der anderer Vereine – auf hohem Niveau. Im Großen und Ganzen kann der TTSV mit seiner Jugend und den Trainern sehr zufrieden sein. Luft für Verbesserung ist für die kommenden Jahre jedoch noch reichlich vorhanden. Die Ziele können nach und nach höher gesteckt werden.

Hier arbeitet ein an Anzahl und Kompetenz mittlerweile stattliches Team dran, die Arbeit als Jugendleiter macht sehr viel Spaß. Mein Dank gilt allen Helfern sowie den Trainern und Betreuern Martin Frey, Konrad Greinwald, Simon Sköries, Dietmar Blum und meinem Vater Joachim Kleinstück. Ganz besonders hervorheben möchte ich allerdings nochmals das Engagement von Markus Greinwald. Mit Zuverlässigkeit, Geduld, pädagogischem Talent und tischtennisspezifischer Kompetenz hat er mit Unterstützung durch Joachim Kleinstück dafür gesorgt, dass das Anfängertraining am Donnerstag einen regen Zulauf erfährt. Ohne Zweifel der wichtigste Part (weil erste Schritt) für eine erfolgreiche Jugendarbeit.

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